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Laura Trifkovic sportlich vor dem EifelturmLaura Trifkovic sportlich vor dem Eifelturm21.11.2018

 

Bronze in Paris - Laura feiert ein erfolgreiches Comeback bei den French Open

 

Mit einem Lächeln, glücklich und mächtig stolz auf die eigene Leistung nahm Laura Trifkovic am vergangenen Sonntag auf dem Podest stehend die Gratulation des Organisationskomitees der French Open im Taekwondo Zweikampf und ihre Medaille für den dritten Platz entgegen. Nach langer Verletzung überzeugte Laura bei ihrem ersten internationalen G2-Turnier (bislang hatte sie nur an G1 Turnieren teilgenommen) und musste sich letztlich nur der überragenden französischen Turniersiegerin im Halbfinale geschlagen geben.

Bereits freitags reiste Laura mit einem kleinen Team des Budosport Club Dietzenbach e.V. nach Paris, um dort am Samstagmorgen durch die Registration eine Startberechtigung für den kommenden Tag zu erhalten. Im Anschluss folgte natürlich auch ein kleines kulturelles Programm mit dem Besuch des Eifelturms, der Kathedrale Notre-Dame de Paris und einem Blick in den Innenhof des Musée du Louvre mit der berühmten Glaspyramide.

Gleich im Viertelfinale wartete dann am Sonntag eine schwere Aufgabe. Das kanadische Team hatte entschieden, seine WM Teilnehmerin der vergangenen Jugend-Weltmeisterschaft in Tunesien kurzfristig doch nicht bei den Damen sondern in der Jugend antreten zu lassen - dieses Los erwischte Laura. Aufwärmen sowie Anweisungen zum taktischen Verhalten war bei diesem Turnier die Aufgabe von Axel Müller, dem derzeitigen Landestrainer des Saarlandes.

Die erste Runde war von Zurückhaltung und Belauern geprägt, was der Kampfrichter mit einem Minuspunkt für beide Sportlerinnen ahndete. Dies war allerdings übertrieben, da einige Ansätze beiderseits durchaus zu erkennen waren.

In der zweiten Runde machten beide Kontrahentinnen mehr, aber die Treffer wurden entweder geblockt oder waren den Sensoren der elektronischen Westen nicht stramm genug um auszulösen.

Zu Beginn der dritten Runde zeichnete sich ein ähnliches Bild ab, doch im weiteren Verlauf konnte Laura mit einer tollen und engagiert vorgetragenen Kombination die Gegnerin so in die Rückwärtsbewegung bringen, dass diese die Matte verließ. Dies war das 2:1 für Laura. Nach einigen Moment des Taktierens ließ dann Lauras Gegnerin ihre Klasse kurz aufblitzen und schickte einen schnellen Kick mit links Richtung Kopfschutz, es gab 3 Punkte auf dem Board und Laura lag aus ihrer Sicht 2:4 zurück. Doch sie reagierte im Gegenzug mit einem fantastischen Abwärtskick und erwischte ebenfalls den Kopfschutz der Gegnerin. Dies dann sogar noch so überzeugend, dass ihre Kontrahentin zu Boden ging und einen zusätzlich Minuspunkt kassierte der Laura gutgeschrieben wurde. Endstand damit 6:4 und Laura war im Halbfinale.

Dort wartete die Turnierfavoritin aus Frankreich, die natürlich vor heimischem Publikum zusätzlich motiviert war. Dies merkte man auch zu Beginn des Kampfes, als sie mit einer Kombination aus Faustschlag zur Weste, einem Kick zur selbigen und einem Tritt zum Kopfschutz Laura überraschte und  einen 5:0 Vorsprung herstellte. Laura versuchte viel, aber meistens zu ungenau so dass die Sensoren nicht reagierten. Vom Engagement war der Kampf nahezu ausgeglichen, aber die französische Gegnerin war in den entscheidenden Momenten einfach präziser und schaffte mit einem Tritt zur Weste sogar noch das 7:0 in der ersten Runde.

Laura resignierte jedoch keineswegs, sondern versuchte den Kampf anzunehmen und den Abstand zu verkürzen, allerdings zu Lasten der Deckung. Dies nutzte ihre konzentrierte Kontrahentin zu einem weiteren Treffer zum Kopfschutz - 10:0. Pech hatte Laura zudem, als ein toller Angriff samt Kopfschutztreffer nicht gewertet wurde, ihr hinfallen dabei jedoch schon. Mit dem Minuspunkt stand es 11:0.

In der dritten Runde warf Laura alles nach vorne, kassierte aber gleich wieder einen Treffer zum 14:0. Im Anschluss brachte sie mit einem druckvollen Linkskick ihre Gegnerin zu Fall. Es gab jedoch wieder keine direkten Punkte sondern nur die Gutschrift für das Fallen der Kontrahentin - 14:1. Einem Fehler der Französin folgte ein weiterer Gegentreffer, da Laura permanent alles versuchte und die Deckung hierdurch sehr offen war. Ein Highlight setzte Laura noch mit einem sehenswerten Treffer mit dem Hinterfuß zum Kopfschutz der Gegnerin zum 17:5. Kurz vor Schluss zog Laura im Infight noch etwas zu heftig, was als Regelwidrigkeit geahndet wurde und den Endstand von 18:5 zugunsten der französischen Kämpferin besiegelte.

Die französische Gegnerin sicherte sich im Anschluss auch verdient den Turniersieg. Laura und ihr Team sowie Coach Axel Müller waren aufgrund der Umstände mit der langen verletzungsbedingten Pause und der erstmaligen Rückkehr auf die Kampffläche seit Juni diesen Jahres trotz allem mit dem dritten Platz sehr zufrieden.

Zum würdigen Abschluss der French Open gehörte noch ein Schnappschuss mit der Bronzemedaille vor dem in der Dunkelheit beleuchteten Eifelturm.

Ein besonderer Dank noch an Axel Müller für die Betreuung während des Turniers und in der Vorbereitung.

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