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25.11.2018Laura Trifkovic mit vollem Einsatz im Finale

 

Zum dritten Mal in Folge: Laura Trifkovic wieder Hessenmeisterin!

 

Am Ende des langen Wettkampftages in Bad-Homburg stand fest, was im tiefsten Innern Laura von sich selbst und - auch wenn es nicht klar gesagt wurde - ihr Team und Betreuerstab vom Budosport Club Dietzenbach um Trainer Mohamed Madmar erwartet hatte: sie hat sich am vergangenen Samstag (24.11.2018) verdient zum dritten Mal hintereinander den Titel der Hessenmeisterin gesichert. Im Finale bezwang sie ihre Gegnerin souverän, trotz Rückstand nach der ersten Runde. Der Coach der Kontrahentin reklamierte nach einem Wirkungstreffer von Laura das Kampfende durch das Werfen des Handtuchs. Nachwirkungen außer dem kurzen Schrecken über den kassierten Treffer hatte Lauras Kontrahentin nicht, so dass die beiden Sportlerinnen sich wie im Taekwondo üblich nach dem Kampf die Hand geben und die jeweilige Medaille entgegennehmen konnten. Für Laura Trifkovic war es der würdige Abschluss eines herausragenden Wettkampfjahres.

Dabei meinte es das "Los" zunächst nicht gut mit Laura. Gegen 10 Uhr morgens stand fest, was sich keiner gewünscht hatte - Laura Trifkovic gegen Soumaya Ebnoutalib. Ausgerechnet die Trainingspartnerin vom KSC Ebnoutalib aus Frankfurt, wo Laura immer überragend und nahezu familiär zum mittrainieren aufgenommen wird, wenn sie sich auf die großen Turniere vorbereiten muss. Soumayas Coach und Onkel Mohamed Ebnoutalib, quasi mittlerweile auch ein weiterer Mentor für Laura, auf dem gegnerischen Stuhl. Alleine emotional war das ein besonderer Kampf, den sich alle für ein Finale gewünscht hätten. Nun kam es anders. Und Soumaya startete phänomenal, mit technisch tollen Aktionen wie dem  Dwitchaggi (Rückwärtsdrehkick zum Rumpf) überraschte sie Laura und führte zwischenzeitlich mit 4:0 und 9:3! Mitte der zweiten Runde machte Laura dann aber mehr Druck und drängte ihre Gegnerin vermehrt Richtung Mattenrand. Damit konnte Laura letztlich ausgleichen und sogar mit 10:9 Ende der zweiten Runde in Führung gehen, da Soumaya zu ihrem Unglück fast mit der letzten Millisekunde die Matte verließ und der Kampfrichter es mit einem zusätzlichen Punkt für Laura ahndete. So stand es 10:9. In der dritten Runde brachte ein Antäuschen ohne Aktion Soumaya einen weiteren Minuspunkt und das Scoreboard zeigte 11:9 für Laura. Es folgte die phantastischste Aktion des gesamten Kampfes, als beide Sportlerinnen gleichzeitig einen Treffer am Kopfschutz der Gegnerin landen konnten. Da Soumayas darüber hinaus gedreht kam, intervenierte Coach Ebnoutalib zudem zurecht auf zwei zusätzliche Punkte und es stand 14:14 kurz vor Ende. In diesem kleinen Moment machte Soumaya den entscheidenden Fehler, indem sie beim eigenen Drehkickversuch den Boden mit den Händen berührte. Laura hingegen blockte und es stand 15:14. Als Soumaya dann versuchte mit dem letzten Angriff das Ruder zu ihren Gunsten herumzureißen, entschied Laura den Kampf mit einem satten Treffer zur Weste - Endstand 17:14. Glückwunsch aber an beide Sportlerinnen für einen mitreißenden Kampf der eines Finales würdig gewesen wäre!

Am späten Nachmittag hatte es Laura dann mit einer Kontrahentin zu tun, die sie weder aus dem Training noch aus dem Wettkampf kannte. Entsprechend begann sie abwartend und verhalten, um erstmal zu schauen, was die Gegnerin anbietet. Dies wurde entsprechend bestraft, denn diese bot zumindest einen Westentreffer an und es stand 0:2 nach Runde 1.

In der zweiten Runde hatte Laura ihre Gegnerin dann aber genug studiert und feuerte einen Angriff nach dem anderen auf Weste und Kopfschutz ab. Ihre Kontrahentin wich nun immer weiter zurück und kassierte folgerichtig einen von Lauras Versuchen am Kopfschutz, damit war der Kampf gedreht - 3:2. Lauras Gegnerin war nun beindruckt und ging so vehement in die Defensive, dass der Kampfrichter die "Flucht" vor dem Kampf mit einem Minuspunkt ahnden musste. Da Laura dieses Verhalten erkannte, schickte sie ihre Gegnerin anschließend zweimal über den Mattenrand und diese kassierte weitere Minuspunkte, so hieß es 6:2 für Laura die ihre Kontrahentin nicht mehr aus den Ecken herauskommen ließ und den Kampf souverän von der Mitte der Kampffläche nach außen dominierte. Wieder folgte eine Kombination, die Gegnerin übertrat die Matte und noch während der Kampfrichter unterbrach schoss Laura Richtung Kopfschutz und traf. Leider konnte sie die Aktion auch zum eigenen Bedauern im Ablauf nicht mehr stoppen und kassierte ebenso wie ihre Gegnerin (diese für das herauslaufen) einen Minuspunkt, 7:3. Für einen zu tiefen Kick kassierte Lauras Gegnerin dann noch eine negative Bewertung auf dem Board und es stand 8:3 zum Ende der zweiten Runde.

In der dritten Runde versuchte Lauras Gegnerin wieder etwas mehr ins Kampfgeschehen zurück zu finden. Allerdings folgte unmittelbar die Rückwärtsbewegung, wenn Laura etwas den Druck erhöhte. In der Folge schickte sie ihre Gegnerin mit einem heftigen Kick zur Weste zu Boden, es löste zwar nicht aus - aber der Minuspunkt für das Hinfallen war notiert und es hieß 9:3 für Laura. Kurz darauf war der Kampf entschieden, als Laura eine Unkonzentriertheit ihrer Gegnerin nutzte und diese mit einem platzierten Kick zu Boden schickte. Dank der guten Schützer im Taekwondo ist der Schreck, so war es auch in diesem Fall, meistens größer als die Wirkung - doch bewegte den Trainer der Kontrahentin den Kampfabbruch mittels werfen des Handtuchs zu reklamieren. Am Ende waren beide Sportlerinnen wohlauf, konnten sich die Hand geben und die jeweilige Medaille würdigen.

Laura gewinnt die dritte Hessenmeisterschaft in Folge und blickt zufrieden auf ein tolles Wettkampfjahr 2018 zurück.

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