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Laura Trifkovic mit einem Drehkick Richtung KopfschutzLaura Trifkovic mit einem Drehkick Richtung Kopfschutz20.06.2018

Silbermedaille bei den Luxemburg Open 2018

 

Am vergangenen Wochenende hat Laura Trifkovic die Silbermedaille bei den Luxemburg Open 2018 im Taekwondo Zweikampf errungen und den Gesamtsieg im Finale aufgrund einer Verletzung nur knapp verpasst. Trotzdem konnten wichtige Credits für die Rangliste der DTU und Punkte für die Weltrangliste gesammelt werden.

Im Halbfinale bekam es Laura mit einer ihr unbekannten Gegnerin aus Italien zu tun. In der ersten Runde agierten beide Kämpferinnen sehr verhalten und es endete 0:0. Fragwürdig allerdings hierbei nach fehlgeschlagener Prüfung der Technik zwischen der ersten Runde und der zweiten Runde, ob Laura und ihre italienische Gegnerin überhaupt hätten Punkte erzielen können. Mit dieser Umgewissheit, jedoch der Sicherheit dass die Technik nun funktioniert ging es in die zweite Runde und hier kassierte Laura einen Minuspunkt für einen vermeidbaren Fehler, was die Italienerin mit 1:0 in Front brachte. Dies ließ Laura nicht lange auf sich sitzen und sie eröffnete Dauerangriffe auf den Kopfschutz der Gegnerin. Einer der Versuche brachte noch vor der zweiten Pause die 3:1 Führung. In der dritten Runde folgte eine saubere Kombination von Laura, die zunächst mit dem linken Fuß zum Kopfschutz die Gegnerin beschäftigte, um dann die offene Westenseite mit dem rechten Fuß zu treffen. Damit stand es 5:1 und der Kampf schien entschieden. Dadurch ermutigt setzte Laura nach und konterte einen Angriff der Kontahentin erneut mit einem harten Kick mit rechts Richtung Weste, damit stand es bereits 7:1. Anschließend schaffte sie noch einen zusätzlichen Treffer zum Kopfschutz der Italienerin und diese erhielt zusätzlich einen Minuspunkt, womit der Endstand 11:1 lautete.

Negativ am Kampfgeschehen war lediglich ein verunglückter Kick Lauras mit dem Fußspann auf den Ellbogenbereich der Italienerin, was diese nicht weiter tangierte aber Laura Schmerzen am linken Fuß einbrachte, die sich bis zum Finale trotz Behandlung nicht besserten.

Trotz diesem Handycap wollte sich Laura aber das Finale nicht nehmen lassen und versuchte den Kampf weitgehend mit dem rechten Fuß zu führen. Ihre englische Kontrahentin bemerkte aber natürlich die offensichtliche Schwäche der Gegnerin und nutzte die erzwungene Eintönigkeit in Lauras Aktionen. Sie machte nicht viel selbst, konnte sich dadurch aber erfolgreich verteidigen und wartete auf Fehler von Laura. Beim Versuch eine Entscheidung herbeizuführen setzte Laura einen Rückwärtsdrehkick zu tief, was die Kampfrichterin zu recht mit einem Punkt für die Britin ahndete. Eingeschränkt durch die Verletzung versuchte Laura alles mit dem rechten Bein, aber darauf konnte sich ihre Kontrahentin leicht einstellen. Einen letzten Versuch Lauras durch leichtes schieben die Gegnerin über die Matte und damit zum Minuspunkt zu bewegen schlug fehl. Die Kampfrichterin war aufmerksam und bestrafte das leichte Vergehen mit einem weiteren Minuspunkt. Ein verspätetes Timeout nutzte Lauras Coach Christoph Lehmann für einen Einspruch und so bekam Laura die Möglichkeit mit einer Sekunde einen goldenen Kick zu landen. Genialerweise gelang Laura dies sogar und sie traf mit einem herausragenden Abwärtskick im Fallen klar den Kopfschutz der Gegnerin - doch war die Sekunde zu kurz und diese Aktion kam einen Tick zu spät. Der Kampf war mit 0:2 verloren.

Verärgert über die Verletzung und den verpassten Turniersieg, aber stolz auf den eigenen Kampfgeist konnte Laura mit ihrem Betreuerstab vom Budosport Club Dietzenbach trotzallem die Silbermedaille feiern. Eine Besonderheit war noch, dass Lauras Finalgegnerin bereits das Halbfinale gegen eine deutsche Gegnerin durch vier Fehler dieser mit 4:3 für sich entschied. Auch in diesem Kampf machte die Vertreterin aus Rheinland-Pfalz streng genommen also alle 7 Punkte, womit die Turniersiegerin keinen einzigen eigenen Treffer erzielte, der Punkte eingebracht hätte. Wir gratulieren trotzallem zum Turniersieg und respektieren die solide Deckungsarbeit und Geduld, die auch Aspekte des Kampfsports sind.

Ein besonderer Dank geht neben dem eigenen Team und Trainer Mohamed Madmar noch an das Team Gelnhausen und seinen Coach Christoph Lehmann, der Laura auch zu sehr später Stunde im Finale noch an der Kampffläche betreute und damit samt anderer Sportler und Eltern aus Gelnhausen eine späte Heimreise in Kauf nahm.

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